Kommentar: Privatchat am Arbeitsplatz darf nicht gänzlich verboten werden

Man darf nicht nicht kommunizieren dürfen: Am 5.September 2017 urteilte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) zugunsten von Herrn Barbulescu, der entlassen worden war. Entlassungsgrund: er hatte entgegen der Anordnung seines Arbeitgebers mit seiner Verlobten und seinem Bruder privat kommuniziert.
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Arbeitsvertrag & Dienstzettel

Verpflichtet sich jemand zu einer Arbeitsleistung für einen anderen, liegt ein Arbeitsvertrag vor. Er ist zweiseitig verbindlich, da beide Vertragspartner (Arbeitgeber & Arbeitnehmer) sowohl Rechte als auch Pflichten haben.

Der Arbeitsvertrag regelt die Rechte und Pflichten von Arbeitnehmern und Arbeitgebern, soweit sie durch Gesetz oder Kollektivvertrag nicht zwingend festgelegt sind. Die Hauptpflicht des Arbeitgebers besteht in der Bezahlung des Entgelts, die des Arbeitnehmers besteht in der Arbeitsleistung.

Schenken Sie daher dem Inhalt Ihres Arbeitsvertrages (Dienstzettels) höchste Aufmerksamkeit. Dieser hat Auswirkungen auf Ihr gesamtes Arbeitsleben im Betrieb – und möglicherweise sogar darüber hinaus. Sowohl der schriftliche Arbeitsvertrag als auch der Dienstzettel sind gebührenfrei.
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Was steckt tatsächlich hinter dem 12-h-Tag?

Die Arbeiterkammer Wien hat im Zuge ihrer jährlich durchgeführten Studie zum Strukturwandel in den österreichischen Unternehmen auch Fragen zum Thema „flexiblere Arbeitszeiten“ gestellt. Befragt wurden Betriebsräte und Betriebsrätinnen in 300 Betrieben. Durchgeführt wurde die Befragung im Dezember 2017 vom Institut für empirische Sozialforschung (IFES).  Während die Wirtschaft die Ausweitung der täglichen gesetzlichen Höchstarbeitszeit von derzeit zehn auf zwölf Stunden massiv fordert, überwiegen bei den befragten Personen ganz klar die Nachteile die Vorteile.
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Künstliche Intelligenz am Arbeitsplatz – was kommt da auf uns zu?

Künstliche Intelligenz hält Einzug in die Arbeitswelt. Die neuen Technologien haben das Potenzial, unsere Gesellschaft auf viele Arten zu verbessern. Gleichzeitig bringen sie soziale, rechtliche, ethische und sicherheitstechnische Risiken, die wir aktiv angehen müssen. Die gute Nachricht: Das ist möglich! Aber Gas geben sollten wir dabei!
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Änderung bei den Kündigungsfristen der Angestellten

Ab 1. Jänner 2018 gelten die Kündigungsfristen nach dem Angestelltengesetz unabhängig vom Beschäftigungsausmaß für alle Angestellten. Damit tritt der erste Teil der im September vom Parlament beschlossenen Angleichung der Rechte von ArbeiterInnen und Angestellten in Kraft. Nach der noch bis 31.12.2017 geltenden Rechtslage muss bei einer geringen Wochenarbeitszeit (zB unter 8 Stunden bei einer Normalarbeitszeit von 40 Stunden einer Branche) nur eine 14-tägige Kündigungsfrist eingehalten werden. Ab 1.1.2018 muss von ArbeitgeberInnen auch bei den sogenannten „Mindestbeschäftigten“, also Angestellten mit geringer wöchentlicher Arbeitszeit, zumindest 6 Wochen Kündigungsfrist eingehalten werden.

Betroffen von dieser Regelung sind vor allem viele geringfügig Beschäftigte z.B. im Handel. Sollten nach dem Weihnachtsgeschäft Arbeitsverhältnisse gelöst werden, sollte daher auf die Einhaltung der Fristen besonders geachtet werden.
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Krankenstand

Wenn ArbeitnehmerInnen erkranken, stellen sich viele Fragen. Auch die Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, ist präsent. Welche Pflichten haben ArbeitnehmerInnen im Krankenstand und welche Rechte haben sie gegenüber dem Arbeitgeber bzw. der Arbeitgeberin? Weiter

Keine Verschlechterungen bei der Arbeitszeit für die Arbeitnehmer

Eine Ausweitung der Arbeitszeiten soll fixer Bestandteil des Koalitionsabkommen werden. „Aber solche Vorhaben dürfen nicht als Einbahnstraße ausgestaltet werden“, sagt Rudi Kaske, Präsident der Bundesarbeitskammer, in Richtung von ÖVP und FPÖ. Eine weitere Ausweitung dürfe nicht zu Lasten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gehen. Die Ankündigung, die Ausweitung der Arbeitszeit bei Fehlen eines Betriebsrates zum Gegenstand direkter Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern machen zu wollen, lässt bei Kaske die Alarmglocken schrillen. Den Beschäftigten bläst auf dem Arbeitsmarkt bereits jetzt ein kalter Wind entgegen, der Druck auf die Einzelne oder den Einzelnen könnte sich dadurch noch massiv erhöhen. Darüber hinaus weichen die Koalitionsverhandler mit diesem Vorhaben auch von ihren propagierten Programmen ab, kritisiert Kaske. So betonen beide Parteien in ihren Programmen die Notwendigkeit einer guten Vereinbarkeit von Beruf und Familie. „Wie dieses Versprechen mit einem 12-Stunden-Arbeitstag zusammenpasst, ist mir ein Rätsel und das müssen mir die beiden Parteien einmal erklären. Die Arbeitnehmer wollen und brauchen gerechte Entlohnung auch von Mehr- und Überstundenarbeit, Planbarkeit und Zeitsouveränität, eine Arbeit, die nicht auf Kosten der Gesundheit geht und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.“ Weiter

Länger arbeiten im Handel in der Weihnachtszeit

Spätestens mit dem ersten Adventwochenende beginnt für die Angestellten im Handel die wohl stressigste Zeit des Jahres. Nicht selten verdoppeln sich die Umsätze im Zuge des Weihnachtsgeschäfts. Für die ArbeitnehmerInnen bedeutet das dann: länger arbeiten!

Aber: Kann Sie Ihre Chefin, Ihr Chef dazu zwingen, länger als sonst im Geschäft zu bleiben? Wann ist es gefährlich, abzulehnen? Welche Rechte haben Eltern, die ihre Kinder beaufsichtigen müssen? Weiter