Acht Stunden Arbeit pro Woche sind genug für psychisches Wohlbefinden

Eine aktuelle Studie zeigt, dass das Risiko einer psychischen Erkrankung bei Menschen, die von Arbeitslosigkeit in einen bezahlten Job von acht Stunden pro Woche oder weniger wechseln, sinkt. Vor dem Hintergrund der Knappheit an Arbeitsplätzen und des technologischen Fortschritts lassen die Ergebnisse darauf schließen, dass die Arbeitszeit pro Person drastisch reduziert und generell besser aufgeteilt werden sollte, um Beschäftigung für alle zu ermöglichen.

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Arbeiten bei Hitze

Auch bei 35 Grad Celsius im Schatten gibt es keine Hitzeferien für Arbeit­nehmer­innen und Arbeitnehmer. Es gibt keine gesetzliche Grundlage da­für, den Arbeitsplatz zu ver­lassen, wenn die sommer­liche Temperatur zu hoch ist.

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AK Präsident Zangerl: Klage gegen Kassenzerschlagung eingebracht

Die AK Tirol hat Klage gegen die Kassenzerschlagung beim Verfassungsgerichtshof eingebracht. Mehr als 200 Seiten umfasst der Individualantrag, in dem alle politisch relevanten Punkte gegen die Zerschlagung und Zentralisierung genau ausgeführt sind, gegen die die Arbeiterkammer Beschwerde erhebt. „Allein die Tiroler Gebietskrankenkasse verliert durch die Zentralisierung geschätzte 178 Millionen Euro. Die Hauptbetroffenen sind die Patienten. Die funktionierende Gesundheitsversorgung der Arbeitnehmer-Familien steht auf dem Spiel“, sagt der Tiroler AK Präsident und BAK-Vizepräsident Erwin Zangerl (AAB-FCG).

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Musterbrief für freien Karfreitag – bis 5. April muss der Feiertagswunsch bekannt gegeben werden!

Ob die Neuregelung zum Karfreitag hält oder nicht – hier ist ein Musterbrief, der alle Rechtsansprüche wahrt. Achtung: Die Zeit drängt, unbedingt bis 5. April den Feiertagswunsch bekannt geben. Er muss 14 Tage vor dem Karfreitag abgegeben werden.

Anspruch geltend machen

Durch ihre Karfreitag-Regelung hat die Regierung eine völlig unsichere Rechtslage geschaffen. Jenen evangelischen und altkatholischen Beschäftigten, die am Karfreitag Freizeit in Anspruch nehmen wollen, empfehlen wir die Geltendmachung mit dem Musterschreiben. Damit sind Rechtsansprüche jedenfalls gewahrt. Mehr rechtliche Sicherheit bei der Neuregelung zum Karfreitag wird ein juristisches Gutachten bringen, das der ÖGB in Auftrag gegeben hat.

Gleiten statt Hetzen

Die Gleitzeit ist die Grundlage einer flexiblen Einteilung der Arbeitszeit für viele ArbeitnehmerInnen. Auch die Arbeitgeber profitieren davon. Starre Kernzeiten haben sich als hinderlich erwiesen.
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Wie wichtig ist Gewerkschaft

2019 ist einigermaßen unspektakulär ins Laufen gekommen. Ob der Aufregung des letzten Spätsommers – Stichwort: 12 h-Tag / 60 h-Woche, und des überraschenden Durchgreifens der Regierung hört man immer wieder von ihnen. Man hört „es gibt sie noch“ – doch warum sollte man Mitglied werden. Wir leben doch im Digitalzeit-Alter und die Zustände von vor 100 Jahren sind den Allerwenigsten noch in Erinnerung.

Ein mehr oder längeres Brainstorming liefert folgende Liste – mit dem Prefix :

Ich bin Gewerkschaftsmitglied, weil

  • es schwer ist, alleine erfolgreich zu sein.
  • nicht nur UnternehmerInnen und anderen MillionärInnen leistungsstarke Interessensvertretungen haben sollen.
  • es auf der Welt keine einzige Demokratie ohne stakte Gewerkschaften gibt.
  • ich KV-Lohn-/Gehaltserhöhungen nicht alleine durchsetzen kann.
  • Gewerkschaften sich wie Arbeitgeber weltweit organisieren.
  • nur starke Gewerkschaften, starke Lohnerhöhungen durchsetzen können.
  • die Gewerkschaft Demonstrationen organisiert, an denen ich mich beteiligen kann, weil ich als Einzelner gar nicht die Möglichkeit habe, so viele Leute auf die Straße zu bringen.
  • mir mein Betrieb sicher nicht freiwillig mehr Geld geben wird.
  • es mich sicherer macht, zu wissen, dass ich eine starke Arbeitnehmervertretung hinter mir habe.
  • auch mein Arbeitgeber bei seiner Interessenvertretung – der Wirtschaftskammer – organisiert ist,…warum wohl?
  • private Rechtsanwälte teuer sind und im Gegensatz zu GewerkschafterInnen meinen Betrieb nicht persönlich kennen.
  • Ich der Meinung bin, dass sich jemand gegen unfaire Arbeitsverhältnisse einsetzen soll.
  • trotz E-Banking und Master Card mein Gehalt nicht automatisch per E-Mail erhöht wird.
  • ich keine 450 Jahre darauf warten will, dass Frauen gleichen Lohn für gleiche Arbeit bekommen.
  • ich jemanden brauche, der meine Probleme nicht zerredet, sondern sie löst.
  • die Freizeit- und Kulturangebote reichhaltig und großartig sind.
  • das Bildungsprogramm der Gewerkschaft meinen Horizont erweitert.
  • der Gewerkschaftsbeitrag eine gute Investition ist: 99% Gewinn durch 1 % Beitrag!
  • es mir nicht egal ist, wie viel ich verdiene.
  • die Spitze eines Eisberges nicht immer etwas mit der Titanic zu tun haben muss.
  • ich der Meinung bin, dass mitmischen besser ist als auslöffeln.
  • das Weihnachtsgeld nicht vom Christkind gebracht wird.
  • kein Vulkan Gehaltserhöhungen ausspuckt.
  • da Profis am Werk sind.
  • ich nicht an den Osterhasen glaube, aber mir mein Chef immer neue Eier legt.
  • ich Gesetze nicht alleine begutachten kann.
  • weil WIR besser ist als ICH.
  • ich den Mitgliedsbeitrag sowieso von der Steuer absetzten kann.
  • ich die Märchen und Geschichten lieber im Märchenbuch lese, als sie mir von meinem Chef vordichten zu lassen.
  • immer wieder alle Rechte neu erkämpft werden müssen.
  • auch in der Arbeitswelt ein „Airbag“ gut ist.
  • wir nicht im „Schlaraffenland“ leben und der Kollektivvertrag nicht auf Bäumen wächst.
  • es uncool ist, ein Team, das um MEINE Rechte kämpft, nicht zu unterstützen.
  • so mancher Regierung die Grenzen gezeigt gehören.
  • ohne Mitglieder keine Gewerkschaft exisitiert.
  • die 38,5 Stunden Woche ja auch nicht im Lotto gewonnen wurde.
  • ich damit meinen Betriebsrat stärke, der sich für mich einsetzte.
  • die das richtige Know-How haben – also, why not?
  • * * *

Also die Umstände vor 100 Jahren sollten nicht wiederkehren, oder? Deswegen ist es wichtig sich zu organisieren, damit jemand dafür sorgt, dass es nicht passiert.

Dein Angestelltenbetriebsrat berät: angestelltenbetriebsrat (at) manpowergroup (dot) at

Familienbonus neu

Der Familienbonus (FB+) ist ein Absetzbetrag, der den Kinderfreibetrag sowie die Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten ersetzt. Der Familienbonus Plus wird nur auf Antrag gewährt, entweder monatlich über die Lohnverrechnung oder jährlich nachträglich über die Arbeitnehmerveranlagung. Ab 2019 fällt damit aber auch der Kinderfreibetrag und die Absetzbarkeit der Kinderbetreuungskosten weg.

Nähere Infos dazu unter https://www.bmf.gv.at/top-themen/familienbonusplus.html oder unter https://stmk.arbeiterkammer.at/beratung/steuerundeinkommen/steuertipps/Familienbonus.html

Das E30 Formular für den Antrag findest du hier https://service.bmf.gv.at/service/anwend/formulare/show_mast.asp?Typ=SM&__ClFRM_STICHW_ALL=e30&searchsubmit=Suche

Die Familienbeihilfe-Bestätigung bekommst du, wenn du dich in in das FinanzOnline Portal einloggst und unter „Anträge Bescheinigungen“ die Bestätigung anforderst. Diese wird dann in die Databox zugestellt.

Firmenweihnachtsfeier – Freizeitvergnügen oder Arbeitszeitzuckerl?

Die einen freuen sich auf Punsch mit KollegInnen, den anderen stehen beim Gedanken die Haare zu Berge, kostbare Freizeit mit Leuten aus der Firma verbringen zu müssen. Ist die Weihnachtsfeier „Privatvergnügen“ oder wird sie als Arbeitszeit gerechnet? Worauf sollten Sie achten?
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