Wir lüften das große Geheimnis um die Bildschirmarbeitsbrille

Wir lüften das große Geheimnis um die Bildschirmarbeitsbrille

Grundsätzlich gilt:

  • Gemäß § 1 Abs 4 BS-V liegt Bildschirmarbeit vor, wenn durchschnittlich mehr als 2 Stunden ununterbrochen oder mehr als 3 Stunden über den Arbeitstag verteilt am Bildschirm gearbeitet wird.
  • Gemäß §§ 67, 68 ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG) und § 12 Bildschirmarbeits-verordnung (BS-V) hat der Arbeitgeber für die Kosten einer Bildschirmarbeitsbrille, die ausschließlich durch den notwendigen Schutz bei Bildschirmarbeit entstehen, aufzukommen, wenn die Ergebnisse der Untersuchungen nach § 11 Abs. 1 und 4 ergeben, dass diese notwendig ist.
  • Bildschirmarbeitsbrillen sind speziell auf die Bedingungen der Bildschirmarbeit ausgerichtete Sehbehelfe. Eine Bildschirmarbeitsbrille ist auf die Sehentfernung zum Bildschirm (40-70 cm) und die besondere Anforderung der Sehaufgabe spezifisch angepasst.

Der richtige Weg zur Bildschirmarbeitsbrille:

  • Untersuchung beim Augenarzt, der feststellt, ob eine Bildschirmarbeitsbrille notwendig ist. Im Regelfall treten Probleme beim Sehen in „Bildschirmarbeitsentfernung 40-70 cm“ ab dem 45. Lebensjahr auf.
  • Bei Indikation stellt der Augenarzt eine genau definierte Verordnung mit dem Vermerk „Bildschirmarbeitsbrille“, „Arbeitsbrille“, „Bildschirmbrille“, aus.
  • Der Arbeitgeber sollte vor Kauf einer Bildschirmarbeitsbrille verständigt werden, d.h. der/die Dienstnehmer/in legt die ärztliche Verordnung dem Arbeitgeber vor.
  • Grundsätzlich muss der Arbeitgeber nur die Kosten für die Brillengläser, nicht jedoch den Brillenrahmen tragen. Der Betriebsrat empfiehlt die Bildschirmarbeitsbrillen von Hartlauer Optik (Firmenkooperation) zum Fixpreisangebot von max. € 199,– (Stand 2015) in der jeweils gültigen Fassung. Neu dazu gekommen ist die Firma Lassalleoptik in 1020 Wien mit einem attraktiven Angebot. Das Angebot wird auf Anfrage per E-Mail zugeschickt: angestelltenbetriebsrat (at) manpowergroup (dot) at
  • Die Kosten für eine bessere Ausstattung und Qualität der Brille finden im Arbeitnehmerschutz keine Deckung, so dass der Arbeitgeber sie auch nicht zu tragen hat. Möchte der/die Dienstnehmer/in eine ästhetisch anspruchsvollere Ausstattung seiner Bildschirmarbeitsbrille, so hat er/sie die Zusatzkosten selber zu tragen.
  • Es steht dem/der Dienstnehmer/in frei die Bildschirmarbeitsbrille bei einem anderen Optiker anfertigen zu lassen. Jedoch werden vom Arbeitgeber meist nur die Kosten in der verordneten Mindestausstattung erstattet.
  • Die Rechnung des Optikers für die Anfertigung der Bildschirmarbeitsbrille ist auf die Firma auszustellen. Details bitte beim Vorlegen der Verordnung mit dem Arbeitgeber besprechen.
  • Die ordnungsgemäß ausgestellte Originalrechnung ist mit der Kopie der Verordnung beim Arbeitgeber abzugeben. Ein gesondertes firmeninternes Antragsformular ist zusätzlich noch auszufüllen.

Der Angestelltenbetriebsrat berät.

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