Unbekannte Möglichkeit: der Mutterschaftsaustritt

Bevor ihre Tochter Amelie zur Welt kam, pendelte Lisa F. 17 Jahre lang mit dem ersten Bus in der Früh zu ihrer Arbeit im Schichtbetrieb einer Produktionsfirma. Mit Kind kann sie sich allerdings einen Alltag mit einem so weiten Weg zur Arbeit nicht mehr vorstellen. Da sie noch unter das alte Abfertigungsmodell fällt, ihr Arbeitsverhältnis also noch vor dem ersten Jänner 2003 begründet wurde und mehr als fünf Jahre ununterbrochen angedauert hat, befürchtete sie, bei einem Jobwechsel um ihre Abfertigung umzufallen. Also wandte sie sich an die Arbeiterkammer um Rat. „Die beste Lösung bei Beendigung eines Arbeitsverhältnisses ist und bleibt die einvernehmliche Auflösung. Dadurch bleibt auch der gesamte Abfertigungsanspruch erhalten“, betont AK-Gleichstellungsreferentin Bernadette Pöcheim. „Die Einvernehmliche setzt allerdings, wie der Name schon sagt, das Einverständnis des Arbeitgebers voraus. Ist er dazu nicht bereit, haben Mütter in Karenz immer noch die Möglichkeit, einen sogenannten Mutterschaftsaustritt bekanntzugeben.“
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